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Gesunder Ego­ismus – Nimm Dir die Zeit, die Du für Dich benö­tigst!

KW 452016

Auf dem Boden der Tat­sa­chen

Ich höre immer wieder Ihre Worte und wie Sie zu mir sagte: „Was ist denn pas­siert, dass bei dir plötz­lich wieder so viel los ist? Chill doch mal!“ Ehe ich dar­über nach­denken konnte steckte ich schon wieder im nächsten Termin fest. Dieses Anein­an­der­reihen von Dates hatte mich zwi­schen­zeit­lich so fest im Griff, dass ich meine Frei­zeit eine Weile nicht mehr als solche betrachten konnte. Für uns alle sollten wir an erster Stelle stehen. Ich rede von einem gesunden (!) Ego­ismus, den sich wirk­lich jeder aneignen sollte.

Mit diesem Bei­trag will ich euch darauf auf­merksam machen wie man sich von diesen soge­nannten Ver­pflich­tungen frei machen kann. Viel­leicht erreiche ich eben­falls die Men­schen, die uns das Leben manchmal nicht gerade leichter machen. Ich möchte dazu moti­vieren in bestimmten Situa­tionen (nicht grund­sätz­lich) der eigenen Person, aber vor allem den eigenen Bedürf­nissen mehr Daseins­be­rech­ti­gung zu schenken.

Was ist Frei­zeit?

Frei­zeit ist für mich nur die Zeit, die ich mir spontan gestalten kann.

Mich sprich­wört­lich treiben lassen… Ja, genau das ist Frei­zeit für mich! Es ist mir in diesem Zeit­raum dann völlig selbst über­lassen, ob ich „On Tour“ gehe oder ein­fach nur faul her­um­liege. Spontan überall sein zu können und nicht auf­grund eines festen Pro­grammes macht ein­deutig mehr Spaß. Zeiten mit so viel Ent­schei­dungs­kraft haben aus meiner Sicht nur wenige Men­schen im Über­fluss. Ich gehöre, wie ich für mich selbst her­aus­ge­funden habe, zu der Sorte Mensch, die gerne mehr davon haben möchte. Ich will mich nicht ständig dazu gezwungen fühlen zu bestimmten Zeiten an zuvor fest­ge­legten Orten sein zu müssen.

Warum wir andere und uns selbst belügen.

Bei­spiel: Kurz vor einem Date stellt man fest, dass man sich gerade total platt fühlt und am liebsten ein­fach nur die Füße hoch legen möchte. Schnell fühlt man sich krank um auf irgend­eine Art und Weise vor sich selbst recht zu fer­tigen, dass man ein­fach keinen Bock auf Action hat.

Bevor wir offen und ehr­lich kom­mu­ni­zieren glänzen wir mit einer Aus­rede (Lüge). Ich bin mir ziem­lich sicher, dass das die Hälfte der Bevöl­ke­rung so betreibt. Keine will ange­logen werden, aber auch nicht jeder kann mit der Wahr­heit umgehen. Die Wahr­heit in Situa­tionen wie in dem oben genannten Bei­spiel ist keine schlimme Wahr­heit. Warum haben wir Angst davor unser Bedürfnis offen kund zu tun? Es man­gelt den meisten Men­schen am gegen­sei­tigem Ver­ständnis. Die Folge dessen ist, dass wir andere lieber „belügen“ (ich über­treibe hier jetzt bewusst) anstelle auf Ver­ständnis zu hoffen.

Lügen ist etwas Nega­tives. Spre­chen wir nega­tive Dinge umgeben wir uns damit. Wir sähen Samen, die folg­lich nichts Posi­tives her­vor­bringen können. Würden wir damit auf­hören und auf Basis eines gesunden Ego­ismus han­deln würden wir auch keinen Raum für Ent­täu­schung schaffen.

Meiner Erfah­rung nach erhält man in den sel­tensten Fällen Ver­ständnis. Ich habe es schon erlebt, dass ich vor mir selbst etwas dra­ma­ti­siert habe um mit der ver­meint­li­chen Ent­täu­schung, die ich mit einer Absage pro­vo­zieren würde, besser umgehen zu können.

„Kein Bock“ richtig inter­pre­tieren!

Auf­grund von unter­schied­li­chen Cha­rak­teren oder vor­an­ge­gan­genen Erleb­nissen wird eine ehr­liche Absage oft­mals falsch inter­pre­tiert. Schnell steht zwi­schen zwei Men­schen ein nie aus­ge­spro­chener Satz wie z.B. „Du bist mir nicht wichtig genug“. Wer Offen­heit mit solch einer Ver­dre­hung der Tat­sa­chen bestraft hat es fast schon ver­dient ange­logen zu werden (natür­lich hat das nie­mand ver­dient!). Ein Mensch ist einem nach wie vor genauso wichtig, wenn­gleich er an einem bestimmten Tag eben nicht so viel Prio­rität wie die eigene Person hat.

Ich per­sön­lich bin der Mei­nung, dass ein häu­figes „gezwungen-fühlen“ eher dazu führt, dass man am Ende viel­leicht wirk­lich keine Lust mehr auf gemein­same Unter­neh­mungen hat. Ein Sprich­wort besagt, dass man einen Vogel frei lassen muss, kommt er zurück, dann gehört er dir für immer. Sicher­lich bezieht sich das mehr auf die Liebe, kann aber genauso in Puncto Selbst­liebe ange­wandt werden.

Ent­weder ich bin SAVE oder SAUER – ganz ein­fach!

Wer damit zu kämpfen hat, dass sein gegen­über nicht die dra­ma­ti­sche Schiene fährt wie eben beschrieben, son­dern richtig stinkig wird, der hat das ganz große Los gezogen. In dieser Situa­tion ist es ganz gleich, ob man ehr­lich ist oder einen anderen Grund vor­schiebt. Das Ergebnis wird immer das gleiche sein! Solche Freund­schaften halte ich seit geraumer Zeit nicht mehr, denn hier bringt selbst ein gesunder Ego­ismus mit selbst­be­wusster Ansage (Absage) nichts. Tust du etwas wie z.B. diese Person ver­setzen, wird man es dir ewig vor­halten.

Da ich diese Situa­tion nicht als aus­weglos und mit einem Ende der Freund­schaft abhaken möchte, fol­gender Tipp: Sprich offen an was du beobachtest/ hörst! Wer nicht kom­plett gestört ist, der wird sich an der Stelle dafür schämen sich wie ein Kin­der­gar­ten­kind auf­ge­führt zu haben. „Belei­digt-sein“ ist näm­lich total OUT!

Ein Date wird abge­sagt!?

glaube es lag noch keine mit gebro­chenem Herzen am Boden und hat bit­ter­lich geweint, weil ihm eine Ver­ab­re­dung abge­sagt wurde. Tat­säch­lich hat auch das Leben wei­terhin einen Sinn. Für den einen ist der Tag gelaufen, wenn er keine alter­na­tive Unter­neh­mung findet. Traurig aber wahr, es folgt dann der Gang nach Hause… #whatthe­fuck? Ich emp­fehle all denen, die lieber überall sind als zuhause einmal zu hin­ter­fragen wo das eigent­liche Pro­blem liegt. Viel­leicht ist da ja jemand oder ein Pro­blem was das traute Heim unat­traktiv wirken lässt? Warum ist flüchten besser als zur Ruhe kommen?

Denn, der Andere in dieser Situa­tion zieht womög­lich etwas Posi­tives aus der Absage. Frei­zeit zu Hause – EIN­FACH GENIAL! Für mich defi­nitiv schön. Offen gestanden ver­stehe ich so manche Ver­hal­tens­züge wirk­lich nicht. Mir liegt tat­säch­lich mehr daran meine Mit­men­schen und deren Bedürf­nisse zu ver­stehen als fort­wäh­rend ange­pisst oder gefrustet zu sein. Dir ist heute nicht nach Aus­gehen? Dann ist das eben so. Mehr Zeit für mich. PUNKT!

Die Tat­sache ist, dass über­haupt nichts schlimmes pas­sieren würde, würde man sich gegen­seitig mehr Frei­raum lassen und sich im Ver­ständnis üben.

Den Anderen gefallen…

In die besten Dates oder Par­ties ist man oft­mals mit man­gelnder Moti­va­tion gestartet. In gewisser Weise stimme ich dem auch zu (siehe Hal­lo­ween-Party), aber manchmal wün­sche ich mir für uns Men­schen ein­fach ein wenig mehr Hand­lungs­spiel­raum. Nicht zu ver­wech­seln mit einer Por­tion Unzu­ver­läs­sig­keit für alle, son­dern ein­fach Raum frei zu ent­scheiden.

Herrje – gerade in den letzten Wochen habe ich mehr­mals den Fehler gemacht an etwas teil­ge­nommen zu haben, obwohl ich keine Lust hatte. Meine eigenen Bedürf­nisse, wor­unter auch mein Hobby fällt, haben erstaun­lich dar­unter gelitten. Klar ist das Bloggen viel­leicht ein wenig zeit­auf­wen­diger als eine Runde Joggen, aber will ich es aus­üben bleibt mir nichts anderes übrig als mir die Zeit dafür zu nehmen.

Jeden­falls ging es bei einigen Dates gar nicht mehr um mich oder die Pflege einer Beziehung/ Freund­schaft, son­dern mehr darum andere nicht zu ent­täu­schen. Ich will gefallen, wer will das nicht? Aber: Über­ra­schung! Anderen gefallen zu wollen macht nicht glück­lich. Um ehr­lich zu sein waren das meist auch Tage, die ich eher stressig emp­funden habe. Super Bilanz die man dann am Abend eines Tages ziehen kann. „Ich habe mich an das gehalten was aus­ge­macht war, anstelle das in der Situa­tion auf­kom­mende Bedürfnis zu befrie­digen. Nicht so doll… Ich finde diese Tat­sache schreit förm­lich nach Ver­bes­se­rung!

Tickst du manchmal genauso wie ich? Nehme Dir bitte das Fol­gende zu Herzen:

„Lass nicht zu, dass Dir Dein benö­tigter Frei­raum genommen wird. Sei nicht zu feige für Deine Bedürf­nisse ein­zu­stehen. Dulde keine Selbst­ver­ständ­lich­keit. Unter­binde es, dass Erwar­tungs­hal­tungen anderer Deinen Tag bestimmen.“

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11 Responses
  • Andrea
    15 . 12 . 2016

    Richtig guter Bei­trag und das würde ich auch genauso unter­schreiben! Leider ist es oft­mals gar nicht so ein­fach, wirk­lich auf die eigenen Bedürf­nisse zu hören. Das muss man sich richtig antrai­nieren.

    • Janina
      23 . 12 . 2016

      Ja da hast du voll­kommen Recht! In erster Linie muss man her­aus­finden was man den eigent­lich will und ich glaube wir Men­schen lassen und hier ein­fach viel zu oft von der Gewohn­heit leiten… Danke für deinen Besuch :)

  • Michelle Früh
    15 . 12 . 2016

    Ein richtig toller Post. Ich habe auch schon einige Artikel zu diesem und ähn­li­chen Themen ver­fasst.
    Ich habe schon einiges gelernt, aber ab und an trotzdem noch Pro­bleme damit nein zu sagen oder mir ein­fach mal Zeit für mich zu nehmen. Aus Angst andere zu ent­täu­schen.
    Aber ich bin auf einem guten Weg und es klappt immer besser.
    Liebe Grüße Michelle von beau­ti­ful­fairy

  • anja9600
    15 . 12 . 2016

    Hallo und danke für den etwas anderen Bei­trag.
    Ja, man sollte sich wirk­lich Zeit nehmen. Wenn man aber mit 2 Kids und Mann und Job im Trott ist, dann wird es einem noch übel genommen, wenn man auch mal an sich denkt.
    Liebe Grüße
    Anja

  • Sunny
    15 . 12 . 2016

    Voll­treffer. Der Bei­trag beschreibt ziem­lich gut eine momen­tane Phase meiner selbst und einer Freundin. Finde ich anre­gend und viel­leicht zeige ich ihn ihr mal.. in der Hoff­nung etwas posi­tives könnte pas­sieren!
    Ich mag auch deinen Schreib­stil, ich finde deinen Post ziem­lich aus­führ­lich und sach­lich:) Lädt glatt zum wei­teren stö­bern ein!

    Hab einen famosen Tag,

    Sunny von http://feuer-fangen.com

  • Orange Diamond
    15 . 12 . 2016

    Hallo Janina,
    das sind viele Inspi­ra­tionen zum Nach­denken, die du schreibst. Ob ich wirk­lich Lust drauf habe?! Was ist meine Frei­zeit? Ein wenig zurück schalten muss ich nach meinem Urlaub auch obwohl ich mir in die Zeit für mich nehme und fast jeden Morgen laufe! .-)

    Liebe Grüße an dich,
    Alex­andra.

    • Janina
      15 . 12 . 2016

      Hallo Alex­andra,
      ich glaube oft­mals ist es gar nicht so leicht zu defi­nieren aus was man Lust hat. Viel zu häufig lässt man sich ein­fach leiten. Ich denke, wenn man man­ches öfter einmal hin­ter­fragt lebt man sicher bewusster. Sehr cool, dass du jeden Morgen Joggen gehst. Ich bewun­dere so eine Dis­zi­plin sehr.
      Alles Liebe, Janina

  • Angi
    15 . 12 . 2016

    Du sprichst mir aus der Seele. Super Text!

    • Janina
      15 . 12 . 2016

      Schön, dass dir der Text so zuge­sagt hat. Es freut mich sehr, wenn jemand ähn­lich emp­findet bzw.sich damit iden­ti­fi­ziere kann. <3

  • Elisa Zunder
    15 . 12 . 2016

    Ein super Text – und du hast wirk­lich Recht, denn man sollte sich bei allem fragen „Hab ich da wirk­lich Lust drauf?“ oder „lasse ich mich gerade fremd bestimmen?“. Einen Bei­trag über eine per­sön­liche Aus­zeit mit dem Motto Treat Yourself habe ich auch erst kürz­lich geschrieben.

    Liebst, Elisa von http://www.elisazunder.de

    • Janina
      15 . 12 . 2016

      Ja leider pas­siert es einem immer wieder sich zu wenig Zeit für sich selbst zu nehmen. Danke für den Link zu deinem ähn­li­chen Post. Ich werde gleich mal bei dir vor­bei­schauen :) Viele Grüße zurück!

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