dashblog logo
Sign up with your email address to be the first to know about new products, VIP offers, blog features & more.
[mc4wp_form id="4288"]

Das Wich­tigste zuerst: Ich bin schwanger, Baby Nummer zwei ist unterwegs!

Ja, ich bin schwanger! Und erfülle damit dieses Mal aus­nahms­weise eines der „Off­line-Kli­schees“. Wie häufig das in der Ver­gan­gen­heit ver­mutet wurde, wenn ich mal eben ein paar Tage kein Social Media genutzt habe. Tat­säch­lich steckt eigent­lich auch in diesem Fall etwas anderes dahinter, das den Pausen-Ball ins Rollen brachte, aber bevor ich jetzt alle anderen Themen anscheide, war es mir das Wich­tigste Euch zunächst einmal wissen zu lassen, dass hier ein Baby unter­wegs ist, bevor es geboren wird ; ) Auch für uns kam das übri­gens ganz über­ra­schend. Wobei… inzwi­schen bin ich über­zeugt davon, dass mein Freund und ich uns das mehr oder weniger unbe­wusst bestellt haben.

(K)eine Kin­der­pla­nung

Einen festen Plan, was Kinder anging, gab es für mich nie. Ich wusste ich würde gerne einmal Mama werden und dass Kinder für mich in gewisser Weise zum Leben dazu­ge­hörten – nicht mehr und nicht weniger. Ledig­lich der Gedanke drei Kinder zu haben gefällt mir schon immer. Das ist sicher alles andere als ent­spannt, ich meine da wird es ja schon in einem 5‑Sitzer eng *iro­nieoff*, aber meine Intui­tion gibt mir immer wieder die Zahl Drei vor. Da ist ein­fach so ein Bild vor meinem inneren Auge, das sich irgendwie sicher – ja sogar ein wenig real – anfühlt. Aus diesem Grund war ich nie gegen eine erneute Schwan­ger­schaft, aber da war jetzt auch nicht der starke Wunsch „just“ im neuen Jahr schwanger zu werden. So ein biss­chen nach dem Motto: Alles kann, nichts muss.

Die Macht des gespro­chenen Wortes!

Vor geraumer Zeit, als wir dar­über spra­chen, ob wir denn noch Kids wollen würden und wann, meinte mein Freund zu mir, dass er mit 40 Jahren gerne nochmal Papa geworden wäre. Er möchte eben seine Rolle als Vater noch (aktiv) erfüllen können und umge­kehrt auch etwas von seinen Kin­dern haben. Kann ich ver­stehen! Zwi­schen uns beiden liegen fast 10 Jahre Alters­un­ter­schied. Ver­mut­lich war ich des­halb so ent­spannt was die wei­tere Zwer­gen­pla­nung anging. Wir ent­schieden damals nichts. Dieses State­ment stand ein­fach im Raum und dort bleib es stehen. Ab und an fragte er unseren Sohn, ob er denn nicht „unbe­dingt“ ein Geschwis­ter­chen haben möchte. Im anderen Moment pro­phe­zeite er mir scherz­haft, dass er mich schwän­gern würde. „Klar, warum denn nicht schwanger werden?“ Ich hatte nur nie an jetzt, gleich, sofort gedacht. Im April diesen Jahres wurde mein Freund dann übri­gens 40 Jahre alt…

An Sil­vester ver­kün­dete ich dann laut­stark, dass ich jetzt ein halbes Jahr keinen Alkohol trinken möchte. O‑Ton „Es schmeckt mir ein­fach nicht mehr, stets nega­tive Aus­wir­kung wie bspw. Kopf­schmerzen“… Ihr könnt euch denken wie ich inzwi­schen nach ’ner Wein­schorle lechze, und nach ner Ziga­rette. Ich weiß, beides alles andere als healthy, aber man ist ja auch noch (Lebe-)Mensch, nebst dem Mama-Dasein und einer Schwan­ger­schaft. Und wie so oft ist Selbst­er­kenntnis der beste Weg zur Besserung. 

Über Sucht und Selbstbeherrschung…

Die Schwan­ger­schaft hat mich natür­lich wieder von heute auf morgen zum Nicht­rau­cher gemacht, worauf ich sehr stolz bin. Also nicht auf die Tat­sache, dass ich nicht rauche, wäh­rend ein Mensch­lein in mir her­an­wächst – das steht für mich per­sön­lich ein­fach außer Frage – son­dern darauf, dass ich es sein lassen kann.

Zu wissen, dass ich die Kon­trolle habe, in mir ein eiserner Wille exis­tiert, der sich über jeg­li­ches Sucht­ver­halten hin­weg­setzen kann, gibt mir ein gutes Gefühl. Selbst­be­herr­schung und Stärke sind für mich wichtig. Das wie­derum ermög­licht es mir in anderen Lebens­si­tua­tionen gnä­diger mit mir umzu­gehen. Natür­lich hoffe ich, dass ich nach dieser Schwangerschaft/​Stillzeit nicht wie damals, als meinem Mama gestorben ist, wieder ins Schema F falle und zum starken Rau­cher werde, son­dern mich – wenn über­haupt – ein­fach im Genuss­be­reich auf­halte. We will see. Jetzt bin ich völlig vom Thema abge­driftet *LOL*, aber es scheint seine Rele­vanz für mich zu haben.

Test „positiv“ – ich bin schwanger

Naja, jeden­falls haben mein Freund und ich diese Schwan­ger­schaft meiner Mei­nung nach her­auf­be­schworen, denn einen Wim­pern­schlag später machte es sich Baby Nummer zwei auch schon unter meinem Herzen gemüt­lich. Ich habe wirk­lich nicht damit gerechnet. Als meine Periode aus­blieb meinte ich noch zu meinem Freund: „Mein Eisprung ist doch immer recht spät, ich kann von dem Sex ohne zusätz­liche Ver­hü­tung save nicht schwanger geworden sein!“ Das glaubte ich wirk­lich. Ich habe immer Ovu­la­ti­ons­tests zuhause, sollte ich auf Nummer sicher gehen wollen vor einer soge­nannten Frei­gabe (Sex ohne Ver­hü­tung), und auch Schwan­ger­schafts­tests. Also habe ich getestet, an dem einen Tag und am dar­auf­fol­genden. Negativ. „Alles easy, bin nicht schwanger. Hab ich auch nicht ver­mutet.“

Wenige Tage später hatte ich diese beson­dere Art von Magen­krämpfen. Es war wie ein Wach­rüt­teln! Ich ging direkt ins Bad und machte erneut einen Schwan­ger­schafts­test. Es war Nach­mittag, und ich wusste, dass ich mich in der Mitte des Zyklus befand und die HCG-Kon­zen­tra­tion um diese Uhr­zeit im Urin geringer aus­fällt als am Morgen. Eigent­lich fast unmög­lich, da ein posi­tives Ergebnis zu erhalten. Das bekam ich auch nicht. Aber da war auch nicht Nichts. Am nächsten Morgen tes­tete ich erneut, fast ein wenig genervt, weil ich nun end­lich Klar­heit wollte und es doch eigent­lich nicht sein konnte, dass ich schwanger geworden bin. Und ZACK. Da war er, ein wahr­zu­neh­mender Strich in hell­rosa und zwar im Feld positiv. Wie konnte das sein?

Zyklus­schwan­kungen und die NFP-Methode

Ich hole an der Stelle ein wenig aus, weil ich weiß wie viele von euch inzwi­schen auch hor­mon­frei ver­hüten und ich nicht möchte, dass die Methode als unsi­cher abge­stem­pelt wird!

Mein Zyklus ist seit Jahren meis­tens in Norm, quasi dem Lehr­buch ent­spre­chend und somit mein Eisprung auch nahezu auf den Tag gleich. Nur selten gab es Schwan­kungen und wenn waren sie auf­grund der NFP-Methode für mich gut zu erkennen. Ich wusste was ich tat, hatte meine natür­liche Ver­hü­tung stets im Griff. 

Eigent­lich ist man am Anfang des Zyklus für eine gewisse Anzahl an Tagen „unfruchtbar“, je nach Daten­lagen des bzw. der letzten Zyklen. Die APPs der natür­li­chen Ver­hü­tungs­me­thoden stehen dann auf grün. Man kann auf zusätz­liche Ver­hü­tungs­maß­nahmen ver­zichten und wird nicht unge­wollt schwanger. Gegen Ende des Jahres kam bei mir jedoch alles etwas ins Wanken. Ich war nicht ver­wun­dert, denn natür­lich habe auch ich es schon mehr­mals erlebt, dass ein Zyklus einmal länger oder kürzer aus­fallen kann. In der Regel kam alles zügig wieder ins Gleich­ge­wicht und ich zurück in meine „Norm“.

Meine trackle-App stand zum Zyklus­be­ginn nicht auf grün, aber ich hatte im letzten Zyklus auch nicht alle Werte ein­ge­tragen, war nach­lässig. Ich wusste, dass mein letzter Eisprung extrem spät dran war und, dass er selten bis gar nicht vor dem 17./18. Zyklustag statt­findet. Also nahm ich an – ohne jeg­liche Grund­lage – die ersten Tage des neuen Zyklus seien unfruchtbar. Hoch gepo­kert ; ) Was ich nicht wusste: auf meinen vor­an­ge­gan­genen, langen Zyklus folgte nun ein kurzer.

In einem kurzen Zyklus findet der Eisprung ver­meint­lich ver­früht statt = unmit­telbar nach der Mens­trua­tion. Die APPs sind auf­grund der NFP-Regeln so pro­gram­miert, dass das berück­sich­tigt wird. Man kann es eigent­lich nicht über­sehen und so unge­wollt schwanger werden. Der vor­zei­tige Eisprung in Kom­bi­na­tion mit einem sehr hart­nä­ckigen kleinen Schwim­mer­chen ergab bei uns nun eine Punktlandung. 

Regeln für die Bestim­mung der unfrucht­baren Phase vor dem Eisprung

  • 1. Tem­pe­ratur: Nur wenn im vor­he­rigen Zyklus ein­deutig eine Tem­pe­ra­tur­hoch­lage bestimmt wurde, kann eine unfrucht­bare Phase zu Beginn des nächsten Zyklus ange­nommen werden.
  • 5‑Tage-Regel: Für NFP-Anfänger gilt, dass die ersten fünf Tage im Zyklus als unfruchtbar ange­nommen werden können. Sollte einmal die erste höhere Tem­pe­ra­tur­mes­sung am zwölften Zyklustag oder früher auf­treten, gilt ab sofort die Minus-8-Regel.
  • Minus-8-Regel: Nach zwölf doku­men­tierten Zyklen gilt, dass der letzte unfrucht­bare Tag am Zyklu­s­an­fang der Tag der frü­hesten ersten höheren Tem­pe­ra­tur­mes­sung minus acht Tage ist.
  • Zervixschleim/​Muttermund: Beide vor­he­rigen Regeln gelten nur, solange vorher kein Zer­vix­schleim beob­achtet oder ein feuchtes Gefühl emp­funden wird. Quelle: Ovy App

Die Lebens­dauer der Sper­mien beträgt bis zu 5 Tage. Wie lange Samen­zellen im Körper über­leben, ist abhängig von der Qua­lität des Spermas und der Zyklus­phase der Frau. An der Luft über­leben Sper­mien nur kurz. Quelle: Cyclo­test

Ich möchte abschlie­ßend betonen, dass – hätte ich nicht einen roten (also frucht­baren Tag) „frei­ge­geben“ – sich Eisprung und Sper­mium ver­passt hätten und ich defi­nitiv nicht schwanger geworden wäre.

„Hätte, hätte, Fahr­rad­kette.“ Ich glaube auch, dass die ersten fünf Tage in diesem Zyklus als unfruchtbar ange­nommen hätten werden können, aber mit dem sechsten/​siebten Tag habe ich ein­fach zu hoch gepo­kert. Ich erin­nere mich tat­säch­lich noch daran wie ich erwähnt habe, dass ich nicht grün bin (ja, so redet man als NFP­lerin), aber ich glaube keinen von uns beiden hat es wirk­lich inter­es­siert. Hat wohl alles sollen sein.

Es ist Bestim­mung, kein Zufall!

Ich war gerade mit den übli­chen Vor­un­ter­su­chungen fertig, als mir die Hel­ferin meines Gynä­ko­logen den errech­neten Geburts­termin nannte. In diesem Moment wäre ich bei­nahe vom Stuhl gefallen. „Moment. Bis eben war ich doch – nur – unge­plant schwanger, mit dem Status wir würden das Baby als unser Schicksal annehmen, wie alles andere in unserem Leben. Habe ich mich viel­leicht verhört?“ 

Ich bekam schlag­artig Gän­se­haut am ganzen Körper, war tief im Inneren berührt und mir stiegen die Tränen in die Augen. Als würde mir ein Kloß im Hals ste­cken musste ich hart schlu­cken und stam­melte: „Das ist der Geburtstag meiner ver­stor­benen Mama!“. Die Hel­fe­rinnen sahen von Ihrem Schreib­tisch hoch und zack waren alle beide in meinem Gefühl und blickten mich wortlos mit feuchten Augen an. Keiner von uns musste etwas sagen. Es war offen­sicht­lich, dass dieses Baby aus gutem Grund auf den Weg geschickt wurde. 

Selbst wenn das kleine Würm­chen nicht genau an diesem Tag geboren werden sollte, so war das alles in allem die Krö­nung dieser nicht exis­tie­renden Kin­der­plaung und für mich ein ganz wun­der­barer Mix aus (unbe­wusster) Bestel­lung beim Uni­versum, Mani­fes­ta­tion und ganz sicher unserer Bestimmung. 

Eine Reise, die mich stark veränderte

äußer­lich & innerlich

Wäh­rend sich in den ersten Monaten der Schwan­ger­schaft äußer­lich kaum etwas ver­än­derte (es gab also auch kein wirk­li­ches Baby­bäuch­lein, wel­ches ich euch hätte prä­sen­tieren können – warum erzähle ich euch im nächste Bei­trag), so kam inner­lich enorm viel in Bewe­gung und einige Pro­zesse wurden angestoßen.

Mit dem heu­tigen Wissen und der Erfah­rung, die ich durch dieses Baby, diese Schwan­ger­schaft bisher sam­meln durfte, weiß ich ganz genau wes­halb meine Mama hier ihre Hände im Spiel hatte. Ich bin unend­lich dankbar für jeden Moment und dafür, dass es sich so anfühlt als würde mir das Leben, nachdem es mir einen so ele­men­taren Bau­stein meiner Selbst genommen hatte, etwas zurück­geben. Es ist als wäre meine Mama noch hier und ihrer elter­li­chen Pflicht nach­ge­kommen wie nie zuvor. Sie hat mich gewis­ser­maßen erzogen, geführt und gelehrt. Aus Ängsten wurde Frei­heit, aus Unruhe Aus­ge­gli­chen­heit. Alles ist in Balance und ich habe end­lich Ver­ständnis für die Exis­tenz des Schlechte, denn es steht stets in Ver­bin­dung mit dem Guten – ich glaube an mehr als das was wir sehen, erklären und greifen können. Aber allen voran glaube ich jetzt end­lich mal an mich und vor allem mir selbst!

Ich habe wahn­sinnig viel über das Thema Eigen­ver­ant­wor­tung lernen dürfen, mich erst­mals in einer anderen Art und Weise auf meinen Körper fokus­siert und meine (Schwangeren-)Bedürfnisse ken­nen­ge­lernt, gehört. Ich habe mich psy­cho­lo­gisch und auch phy­sio­lo­gisch behan­deln lassen und das wei­ter­ge­führt, was Experten begonnen haben. Auch die Geburt von Luis habe ich nun end­lich ver­ar­beitet, meinem Körper und auch mir ver­ziehen, da ich end­lich ver­standen habe. Ich erzähle bald ein biss­chen mehr über die letzten Monate über all das HIER und natür­lich über die Neben­schau­plätze in meinem Leben.


Fort­set­zung folgt!

Die Themen des nächstes Bei­trages zur Schwan­ger­schaft werden ver­mut­lich sein: die ersten 12 Wochen, Inter­ven­tion all­ge­mein, Ultra­schall und die neue Rönt­gen­schutz­ver­ord­nung, Heb­am­men­suche, Haus­ge­burt und Faktor-V-Leiden (Gerin­nungs­stö­rung).

» Mehr Bei­träge zum Thema Schwangerschaft.

5

No Comments Yet.

What do you think?

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.