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Status „Blog“ – über meine Pause, Koope­ra­tionen und die Pläne für 2021

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#long­time­nosee – weder auf dem Blog, noch auf meinen Social Media Kanälen habe ich etwas von mir hören lassen. Ich habe ent­schieden nicht ohne große Worte wieder online zu kommen, son­dern auf die alt­be­kannte Art und Weise und zwar mit einem rich­tigen Text­brett. Viel Spaß beim Lesen!

Vorweg: Es ist alles in Ord­nung! Meiner Familie und mir geht es gut und es gibt keinen Grund zur Sorge. Das zunächst einmal als wich­tigste Infor­ma­tion. Weiter will ich demen­tieren wir würden unser zweites Kind erwarten. Es ist wirk­lich bemer­kens­wert wie viel Raum für Spe­ku­la­tion gegeben ist, wenn man sich ein paar Wochen aus dem Internet zurück­zieht und salopp gesagt ein­fach nur seinen nor­malen All­ltag lebt. Auf der anderen Seite ist es natür­lich auch zuckersüß, dass man sich eigent­lich fremd ist und sich den­noch der ein oder andere sorgt, an einen denkt und sich nach meinem Befinden erkun­digt hat. Die Wahr­heit ist aber tat­säch­lich relativ unspek­ta­kulär. Ich habe ein­fach eine Pause benö­tigt und mir diese genommen. Das kann ich so ohne wei­teres tun, weil ich bin wie ihr seid: keine Person des öffent­li­chen Lebens.

Ich, meine Hobbys & der Blog

Ihr wisst, dass der Blog mein Hobby ist. Ähn­lich wie andere Dinge, die mir Freude bereiten. Hobbys pflegt man sicher­lich regel­mäßig, aber der Turnus fällt je nach Lust und Laune ganz indi­vi­duell aus. Ich bin ein Mensch mit vielen ver­schie­denen Inter­essen. Von Zeit zu Zeit nehme ich von allem Abstand, um später die Mög­lich­keit zu haben auch wieder ordent­lich Spaß an der jewei­ligen Sache zu haben. Genäht habe ich bei­spiels­weise das letzte Mal im Früh­jahr. Am ver­gan­genen Samstag – also ein halbes Jahr später – habe ich erneut Stoff besorgt, weil ich erst jetzt wieder das Bedürfnis habe etwas zu kre­ieren. Meine Bücher dürfen auch mal eine kleine Weile ein­stauben, bis zu dem Punkt, an dem mich der Inhalt so sehr reizt, dass ich in binnen weniger Tagen gleich meh­rere Kapitel ver­schlinge. Und so ist es in gewisser Weise mit allen Hobbys…

Außer mit dem Blog, das ist eine klas­si­sche Hass-Liebe. 

Ich könnte mich per­ma­nent im Schreiben ver­lieren, aber das lässt mein Alltag nicht zu und somit artet es hin und wieder in Stress aus (haupt­säch­lich mache ich mir diesen natür­lich selbst). „Ich will“, „Ich kann nicht“, „Ich muss“, „Ich will nicht“ – es ist von allem etwas dabei… Als Blogger ist das Thema Inhalts­er­stel­lung ein­fach all­ge­gen­wärtig und das kol­li­diert sehr häufig mit meinem nor­malen Leben und all seinen Facetten. Es muss mich erst derart viele Nerven kosten bis ich erkenne, dass ich in dieser Ange­le­gen­heit streng genommen genauso wenig muss, wie in Bezug auf andere Freizeitbeschäftigungen.

Was Koope­ra­tionen mir „heute“ bedeuten und wie ich sie sinn­voll einsetze:

Koope­ra­tionen erhöhen den Druck natür­lich unge­mein, aber sie sind für mich inzwi­schen ein schönes Mittel zum Zweck geworden. Nicht wegen der Ver­gü­tung, denn meine Bröt­chen ver­diene ich mir auf andere Art und Weise. Auch den Erhalt von PR-Sam­ples halte ich inzwi­schen gerne auf einem nied­rigen Level. Meine Devise lautet Besitz belastet und das fühle ich inzwi­schen zu 85%. Spä­tes­tens seitdem ich „The Magic Of Clea­ning“ von Mari Kondo (hier auf Amazon erhält­lich) gelesen habe, ver­folge ich diese Ein­stel­lung. Anfäng­lich habe ich nur meine Kla­motten aus­ge­mistet und circa ¾ meiner Klei­dung aus­sor­tiert. Inzwi­schen hat sich das auf alle Bereiche über­tragen und ich bin quasi unauf­hör­lich damit beschäf­tigt Dinge los­zu­werden. Das ist womög­lich zu einem meiner größten Hobbys geworden, wel­ches ich wöchent­lich pflege. Es war übri­gens auch wirk­lich befreiend die ganzen Beau­ty­pro­dukte aus Zusen­dun­gen/­Goodie-Bags an euch via Gewinn­spiel zu verschenken.

Im Blogger-Flow bleiben!

Koope­ra­tionen in gewissen Zeit­ab­ständen anzu­nehmen, nötigen mich dazu am Ball zu bleiben und nicht aus dem Rhythmus zu kommen. Ich habe erkannt, dass ich ohne diese soge­nannte Bring­schuld alles andere in meinem Alltag dem Blog ständig vor­an­stellen würde. Mein Leben würde ein­fach immer und immer wieder in großen Wellen den Blog davon­spülen und ich würde es (leider) zulassen. Es gibt so viel wich­ti­gere Dinge als bloggen, das ist klar, und genau dieses Argu­ment ent­kräftet natür­lich auf jeg­li­cher Ebene. Das pas­siert nicht, wenn ich mit Firmen oder Per­sonen Abspra­chen getroffen habe und Dead­lines für Pro­jekte ange­setzt werden. Ich bin nie­mand der sein Wort nicht hält und komme grund­sätz­lich jeg­li­chen Ver­ein­ba­rungen nach. Es mag albern klingen, aber dadurch bleibe ich im Flow. Dadurch ist Out­side Loo­king In nicht nur ein Online-Tage­buch und „so ein albernes Mäd­chen-Ding“, son­dern eine Mar­ke­ting Platt­form mit Niveau. Ich liebe diese Kombination!

Hinzu kommt, dass mein Blog durch den Mar­ke­ting­teil nicht so enorm Ich-zen­triert ist und meine Inhalte den Bereich Gedanken, Gefühle über­steigen. Selbst­ver­ständ­lich ent­decke ich durch Koope­ra­tionen auch unauf­hör­lich neue Dinge und steige in manche Themen tiefer als ich es ohne die jewei­lige Zusam­men­ar­beit getan hätte. Für mich inzwi­schen eine abso­lute Win-Win-Situa­tion, jedoch werde ich weiter darauf achten mich nicht mehr im Kon­sum­strudel zu ver­lieren und nach wie vor die Anzahl der Koope­ra­tionen pro Monat beschränken.

Warum mich das Thema Reichweite/Algorithmus nicht länger triggert…

Ihr seht also ich habe in Sachen Influ­encer-Dasein umge­dacht. Ich mache mir die Sache auf andere Art und Weise zu Nütze. Nichts desto trotz komme ich regel­mäßig an einen Punkt, an dem ich „wuselig“ werde und ich nicht weiß wie ich als nächstes wei­ter­ma­chen möchte. Ich ver­liere mich dann in der Vor­be­rei­tung von Postings, plane und ver­gesse hierbei tat­säch­lich zu posten. Das ist der Zeit­punkt an dem nur eins hilft: Ein Cut. Im nor­malen Arbeits­leben nennt sich das wohl „urlaubs­reif sein“.

Meiner Mei­nung nach nehmen wir uns ja heut­zu­tage viel zu selten Aus­zeiten vom Internet und vor allem von den sozialen Netz­werken. Für mich funk­tio­niert das alles hier nur, wenn ich auch regel­mäßig Pausen ein­lege. Social Media ist ein Beschleu­niger, wir ver­lieren dadurch oft den Blick fürs Wesent­liche. Früher erlaubte ich mir wenig bis gar nicht off­line zu gehen, weil ich so sehr fixiert auf die Enga­ge­ment-Rate meines Accounts und die Sta­tistik meiner Web­site war. Das Wachstum meiner Kanäle spielte eine bedeu­tende Rolle für mich. Ich ver­glich mich per­ma­nent und war nicht selten frus­triert dar­über, dass mein Kanal „nicht so gut“, „nicht so groß“, „nicht so per­fekt“ zu sein schien wie die der anderen. Ich ver­ur­teile mich dafür nicht, denn zu diesem Zeit­punkt hatte ich ein­fach andere Ziele und vor allem war ich mir vielen Dingen noch nicht so bewusst wie heute.

Seitdem Likes, Kom­men­tare oder die Zahl der Abon­nenten für mich keine ele­men­tare Rolle mehr spielen, bin ich echt deut­lich ent­spannter geworden. Das soll natür­lich nicht heißen, dass ich mich nicht über eure Inter­ak­tionen freue. Ich habe ein­fach nur erkannt, dass es gänz­lich falsch ist die Wer­tig­keit meiner Inhalte daran zu messen und das war mit eines der wich­tigsten Erkennt­nisse in Bezug auf das Bloggen bzw. Social Media. 

Ein Mensch muss sein Hobby schon sehr schätzen, wenn er es ohne Hoff­nung auf Ruhm und Geld ausübt, ja sogar ohne jede Chance, es gut zu machen.

G. K. Ches­terton (1874 – 1936)

Eine Zukunft für den Blog in 2021

Ich habe viel dar­über nach­ge­dacht wie ich den Blog denn gerne in 2021 wei­ter­führen möchte. Da gibt es Themen über die ich gerne schreiben würde, war mir aber nicht sicher, ob das ins Netz gehört. Oder besser gesagt andere Men­schen der Mei­nung sind „das darf nicht“. Am Ende lege ich das selbst fest, es gibt ja keine The­men­be­schrän­kung für Blogger. Ich würde bei­spiels­weise gerne über meine Mama erzählen, mich mit ihrem Tod aus­ein­an­der­zu­setzen. Es würde mir gut tun meinen Gefühlen Raum zu geben und all den Gedanken, die in mir toben. Sehr bewe­gende und ein­schnei­dende Ereig­nisse habe ich in den letzten drei Jahren nur wenig auf dem Blog zur Sprache gebracht. Das ver­än­derte sich mit der Geburt von Luis. Es ist auch längst über­fällig mit diesem Thema Frieden zu schließen.

Doch sich zu öffnen macht einen angreifbar, ver­letz­lich. Ich gebe offen zu, dass ich irgend­wann eine Unsi­cher­heit ent­wi­ckelt habe und mich von Ängsten steuern ließ, die mich hin­derten den wohl besten Weg der Ver­ar­bei­tung für mich zu gehen. Ach und natür­lich kehrte ich lange Zeit lieber Dinge unter den Tep­pich als mich mit ihnen aus­ein­an­der­zu­setzen ; ) 2021 wird damit Schluss sein. Meine per­sön­liche Schon­frist findet ihr Ende. Es wird wieder mehr Deeptalk geben und hier und da einen kleinen Seelenstriptease!

Fol­lower: Die 10K knacken? 

Ich ver­zichte.

Inzwi­schen ist mein Wunsch die 10K zu errei­chen, um end­lich den Swipe-Up Link in meine Story ein­binden zu können, Schnee von ges­tern. Das ist mir aber tat­säch­lich erst in den letzten Wochen bewusst geworden. Mir ist es ganz wohl, wenn nicht über 10.000 Men­schen (dar­unter 85% die ich wahr­schein­lich nicht einmal beim Namen kenne) lesen was ich poste. Gerade fühle ich mich mit dem Gedanken in einem kleinen Kreis zu spre­chen wohler als in einem großen. Ich bin glück­lich mit jedem ein­zelnen von euch und weiß es zu schätzen, dass ich die meisten von euch schon län­gere Zeit kenne und sogar mit vielen in Kon­takt stehe. Ich brauche den Swipe-Up Link nicht um die rich­tigen Men­schen auf meinen Blog zu führen. Ihr werdet infor­miert, wenn es neuen Con­tent gibt und die­je­nigen, die sich für meine Texte inter­es­sieren, finden den Weg auch ohne Story-Tool von Instagram.

Ich könnte mir vor­stellen, dass da draußen einige sind, die wohl schon länger nicht mehr hier waren, weil ich meine Rich­tung zu sehr geän­dert hatte. Oder besser gesagt mich zu sehr in Social Media ver­loren hatte, ein reiner Influ­encer wurde. Ist das so?

Der Blog: (m)eine heile Welt!

Das hier ist mein Ding, etwas ganz eigenes, was zwar viele andere Men­schen auf der Welt auch tun, aber in meinem direkten Umfeld eben keiner. Es fühlt sich an als wäre das ein Hobby, das ich stets alleine pflegen könnte. Mir begegnet man hier nicht per­ma­nent mit Erfah­rungs­aus­tausch, wie zum Bei­spiel in anderen Themen, all­täg­li­chen Berei­chen. Bloggen ist ver­mut­lich des­halb so beson­ders und in gewisser Weise auch ein­zig­artig für mich.

Der Blog ist (m)eine Welt. Es gibt zwar ein paar recht­liche Dinge zu beachten, aber ansonsten habe ich hier eigent­lich gänz­lich freie Hand und kann mich gedank­lich, wie auch in krea­tiver Hin­sicht aus­leben. Bis­lang konnte mir jeder­zeit offen und ehr­lich alles von der Seele schreiben, was ich sehr geschätzt habe. „Konnte“, weil ich kurz­zeitig der Mei­nung war das hätte sich geän­dert. Aber letzt­end­lich bin ich zu dem Ent­schluss gekommen, dass ich in Kauf nehmen muss, dass meine Mei­nung anderen nicht schmeckt. Man kann eben nicht Everybody’s Dar­ling sein, wenn man sich selbst treu bleiben will – das gilt online als auch off­line (ich habe hierzu schon einen Bei­trag im Ent­wurf, den ich in Kürze ver­öf­fent­li­chen werde).

An meiner Fähig­keit dem Texten zwei­felt in meinem pri­vaten Umfeld nie­mand. Auch ich zweifle in dieser Hin­sicht aus­nahms­weise einmal nicht an mir. Ich bin stolz darauf und weiß, dass das mein Ste­cken­pferd ist. Ich ließ mich hier nie beirren. Habe ich früher nicht und das werde ich auch heute nicht tun. Auch bin ich schon zu lange in diesem Busi­ness und habe – unab­hängig meiner Größe – bewiesen, dass das hier kein „Ich-wäre-so-gerne-fame-Ding“ ist, son­dern eine wahr­haf­tige Lei­den­schaft, die mit Aner­ken­nung von Seiten meiner Wer­be­partner belohnt wurde. 

Warum ich euch das erzähle?

Ich will ganz offen spre­chen. In den ver­gan­genen Wochen war ich mir zum ersten Mal nicht (mehr) sicher, ob es nicht viel­leicht Zeit für einen Abschied ist. Ins­be­son­dere getrig­gert von meinem Beob­ach­tungen auf Insta­gram, wie auch Erfah­rungen, welche mich direkt betrafen. Weiter stellte ich mich immer wieder die Frage, ob die Zeiten der Blogger vor­über sind und man ent­weder ein Voll­blut-Influ­encer werden muss und auf jeden Zug auf­springt, wie aktuell die App Tik Tok, oder ob alles nur eine Sache der per­sön­li­chen Aus­le­gung ist.

Ich habe für mich ent­schieden genau das zu tun was ich für richtig halte und was mir am Ende den größten Mehr­wert bringt. Womög­lich stellt auch das den größten Mehr­wert für euch dar, denn bin ich voll­ständig bei mir, bin ich auto­ma­tisch authen­tisch und auch wenn das keiner mehr hören kann, ist diese Eigen­schaft am Ende doch die wich­tigste in diesem Busi­ness. Schade, dass Authen­ti­zität schon fast ein Un-Wort im Blog­ger­busi­ness geworden ist. Wun­dern tut es mich aber kaum. Ein so aus­drucks­starkes Wort wurde ein­fach entwertet.

Status quo ist, dass mich etwas in mir antreibt. Keine Ahnung warum, aber ich habe großes Ver­trauen in diesen Antrieb. Es mag albern klingen, aber da ist sogar eine Form von Gewiss­heit, dass diese Reise mich an genau den rich­tigen Ort führen wird. 

Ich freue mich, wenn ihr mich dorthin begleitet!

Mehr Kolumnen oder Lyrik & Poesie findet ihr über diesen Link

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2 Responses
  • Mamamatthis
    19 . 10 . 2020

    Schön, dass du wieder da bist. Ich lese gerne deinen Blog :)

    • Janina
      23 . 10 . 2020

      Schön, dass du da bist und vor­bei­schaust ;) Danke für dein Feedback!

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