dashblog logo
Sign up with your email address to be the first to know about new products, VIP offers, blog features & more.
[mc4wp_form id="4288"]

Bloggen macht wahn­sinnig!

Throw­back

An einem Samstag im Juni stand auf dem Plan: Schloß­fest. Genau in der Woche habe ich meinen Blog auf Face­book pro­motet (Link zur Blog­seite). Ab diesem Zeit­punkt wusste so ziem­lich jeder aus meinem Bekann­ten­kreis Bescheid. Ihr wisst ja wie das läuft: Einer klickt und schwupps sehen es zehn andere in ihrem News­feed. Ich finde das nicht schlimm, sonst hätte ich damit gewartet. Wobei ich anfangs schon mit mir geha­dert habe. Erst einmal abwarten und sehen ob der Blog Erfolg hat? Ob dieser Tag je kommen wird weiß ich nicht, aber bis dahin ist es mir defi­nitiv zu lange. Ich will zeigen was ich hier tue. Letzt­end­lich bin ich auch stolz auf mein Pro­jekt. Außerdem kommt man als Blogger nicht um den Nutzen der sozialen Netz­werke herum. Natür­lich schafft das schneller Auf­merk­sam­keit und dadurch Leser.

Die Wahr­schein­lich­keit war also gegeben, das mich irgendwer darauf anspricht. Das berei­tete mir zum dama­ligen Zeit­punkt bzw. an diesem Abend dann doch Sorgen. Auf einmal fühlte ich mich über­haupt nicht bereit dazu, fand die Face­book-Seite eine däm­liche Idee. Ja und wie so oft im Leben aus Angst. Angst, dass das Ganze ins Lächer­liche gezogen wird… Keine Frage, das hätte mich defi­nitiv hart getroffen! Mal abge­sehen von der Zeit und den Nerven, die mich der Blog bis dato gekostet hatte. Es war also vor­pro­gram­miert, dass ich mich ver­rückt machen würde.

Juni '15 - Schlossfest (20)

Juni '15 - Schlossfest (3)

Bremen - Juni 2015 Schuhe (6)

Der Teufel auf meiner rechten Schulter flüs­terte mir zu: „Es wird erwartet, dass Du voll dem Trend ent­sprichst! Dein Outfit muss einem die Schuhe aus­ziehen.“ Warum? Weil es irgendwie so ein­ge­brannt ist, dass man Blogger für die sty­lischsten Men­schen der Welt hält. Heute weiß ich: Es gibt jede Menge Blogger, die wenig oder gar nichts für Mode übrig haben. Bloggen ist nicht gleich Fashion! Trotzdem dachte ich, dass ich unmög­lich in Jeans & T‑Shirt dort auf­tau­chen konnte. Ich fühlte mich total unter Druck gesetzt. Die Erwar­tungs­hal­tung der Men­schen ist groß. Die eigene Erwar­tung an mich selbst = noch größer!

Juni '15 - Schlossfest (5)

Ich hatte absolut keinen Plan was ich anziehen sollte!

Ich ver­an­stal­tete ein Chaos in meinem Schlaf­zimmer. Boden­langer Hippie-Rock mit Keil­san­dalen, State­ment-Kette, Shorts & Bluse, Kleid, Chucks, Hut.. Es ging hin und her bis ich beschloss zu kapi­tu­lieren. Erst einmal duschen! Es liegt Jahre zurück, dass ich so durch den Wind war wegen eines Out­fits. Nach der Dusche leider das gleiche Spiel von vorne. Die Zeit war schon längst nicht mehr auf meiner Seite. Wie ich das liebe!! Noch mehr Druck. Meine Laune ver­ab­schie­dete sich in den Keller. Ein Hilfs­mittel, dass sich seit Jahren bewährt hat ist: Zuerst Schminken, die Haare machen und danach das Outfit zusam­men­stellen.

Juni '15 - Schlossfest (23)

Plötz­lich erwischte ich mich selbst dabei wie dumm, unnötig und pein­lich diese ganze Theater war. Es ist ein­fach nur ein Stra­ßen­fest. Absolut nichts beson­deres und ich war kurz davor durch­zu­drehen^^ Eine Weile her, dass ich mir so lächer­lich vor­ge­kommen bin. Nach und nach kam mein Ver­stand zurück und der Druck fiel von mir ab. Druck, den ich mir defi­nitiv selbst gemacht hatte. Mal ehr­lich es ist doch völlig Wurst wie ich ange­zogen bin. Das hat Null mit meiner Seite, den Texten oder Bil­dern zu tun. Das Wich­tigste ist: Wohl­fühlen – egal wohin man geht oder was man tut.

Nicht ver­zagen, son­dern ein­fach eine zer­ris­sene Jeans tragen!

Mein Freund hat mir letztes Jahr eine hell­blaue Jeans bei Hol­lister gekauft. Ich finde Sie ist etwas beson­deres, da sie ganz feine helle Streifen hat. Und wie Ihr wisst: Ich liebe Streifen! Dazu ein schlichtes creme­far­benes Spa­ghetti-Top. Die weißeSan­dalen, die ich in Bremen (Link zum Bei­trag) gekauft habe passten per­fekt dazu. Ein biss­chen Absatz, nicht zu viel. Ein schmaler Gürtel in beige und eine dunkel, geblümte Tasche haben den Look ergänzt. Ein Strohhut diente als Schutz gegen die Sonne und ich konnte ich die Son­nen­brille weg­lassen. Defi­nitiv wollte ich mich nicht hinter ver­spie­gelten Glä­sern ver­ste­cken!

Juni '15 - Schlossfest (21)

Juni '15 - Schlossfest (24)

Ich dachte (und fühlte!): „Das bin ich! – Und mein Blog? Ja, das bin auch ich.“ Es ist nicht mein Ziel den Erwar­tungen anderer gerecht zu werden. Diesen Luxus genießt nur ein Mensch in meinem Leben.

„Warum der ganze Stress?“ Weil unglaub­lich viel Mut dazu gehört, sein Leben auf diese Art und Weise öffent­lich zu machen.

0
2 Responses
  • Janina
    30 . 03 . 2016

    Ja das tut es auf jeden Fall! Der ganze Stress macht auch Spaß und das ist wohl die Haupt­sache:)

  • Anonymous
    30 . 03 . 2016

    Aber es lohnt sich:) sehr schön zu lesen

What do you think?

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.