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„Zeit zu ver­schen­ken!“ – über das Bedürf­nis zu gel­ten (Teil 1)

Zeit. Wie viel haben wir davon? Wir wis­sen es nicht und den­noch gehen wir damit häu­fig nicht acht­sam um. In mei­nem Fall ist es mir mit Sicher­heit nicht das letz­te Mal pas­siert, dass ich mein wert­volls­tes Gut ein­fach ver­schenkt habe. Ver­schenkt ist viel­leicht auch der fal­sche Aus­druck. Nen­nen wir es bes­ser nicht für mich sinn­voll ver­teilt. Es ist auch nicht zwin­gend nega­tiv Zeit zu ver­schen­ken, doch soll­te man es stets mit Bedacht tun. Am Ende soll­te die Bilanz ein­fach unbe­dingt aus­rei­chend Sät­ze ent­hal­ten, die mit „Wie schön, ich habe“ und nicht mit „Scha­de, ich hät­te ger­ne“ begin­nen.

Erst ein­mal Mar­ke­ting?

Es hat schon ein paar Tage gedau­ert, bis ich mir plötz­lich sicher war wel­chen Titel mein ers­ter offi­zi­el­ler Bei­trag, nach Bekannt­ga­be des neu­en Namens und der Web­site, tra­gen wird. Wäh­rend ich mir frü­her Stress damit gemacht hät­te einer gewis­sen Regel zu fol­gen, was die Ver­öf­fent­li­chung neu­er Bei­trä­ge angeht, so bin ich heu­te fein damit. Es kommt eben genau das online wann genau der rich­ti­ge Zeit­punkt dafür ist. Der wei­te­re Ver­lauf bezüg­lich Koope­ra­tio­nen hat mich übri­gens erneut dar­in bestärkt, dass alles sei­nen geeig­ne­ten Weg geht. Ohne, dass eine expli­zi­te Steue­rung nötig ist.

Kurz nach­dem ich mit Out­si­de Loo­king In online gegan­gen war, habe mich nach geeig­ne­ten Koope­ra­tio­nen umge­se­hen. Hier­für habe ich mein Media-Kit erstellt, was neben­bei gemerkt echt geil gewor­den ist. Ich habe mich bei Fir­men, mit denen ich zusam­men arbei­ten möch­te, bewor­ben bzw. auf alte Anfra­gen reagiert.

Mein Page-Ran­king liegt der­zeit qua­si bei Null durch den Domain­um­zug. Klar, ich agie­re ja auf ganz neu­em Ter­rain. Auf Basis mei­nes alten Online-Auf­trit­tes habe ich ent­spre­chen­de Zusa­gen erhal­ten. Zur Koope­ra­ti­on kommt es jedoch erst, wenn Goog­le die Adress­än­de­rung zur neu­en Home­page abschlie­ßend durch­ge­führt hat. Wir spre­chen hier von einem all umfas­sen­den Craw­ling (Erfas­sen aller Links, Inhal­te). Das kann mor­gen pas­sie­ren oder in 180 Tagen… So what! Da hat mir das Uni­ver­sum wohl ein Schnipp­chen geschla­gen und mich dar­an erin­nert was wesent­lich ist: mein per­sön­li­cher Con­tent.

Auf der Suche nach geeig­ne­ten The­men

Ganz vor­ne stand natür­lich der Tod mei­ner Mama. Natür­lich möch­te ich dar­über schrei­ben, doch ich will auch kei­nen Trau­er­blog füh­ren und das neue vir­tu­el­le Kapi­tel hier­mit begin­nen, wenn­gleich es zu einem ande­ren Zeit­punkt sicher dazu­ge­hö­ren wird. In den letz­ten sechs Mona­ten ist so eini­ges pas­siert. Ich wur­de 30 Jah­re alt. Hier­zu habe ich sogar einen fer­ti­gen Blog­post, den ich damals jedoch ein­fach nicht mehr online gestellt habe. Scha­de, denn er ist echt gut gewor­den und wich­tig für mich. Mal sehen wie ich damit ver­fah­ren wer­de. Was die Fami­lie angeht, so haben wir unser ers­tes gemein­sa­mes Weih­nach­ten gefei­ert, wie auch Sil­ves­ter. Wei­te­re sehr beson­de­re Momen­te in mei­nem Leben. Mein klei­ner Luis wur­de wenig spä­ter ein Jahr alt. Der ers­tes Geburs­tag, wohl mit einer der schöns­ten Mei­len­stei­ne. Zugleich habe ich an die­sem Tag mei­ne Mama das letz­te Mal gese­hen (was ich zu die­sem Zeit­punkt aber noch nicht wuss­te).

Abseits von alle dem hat mich mein klei­ner Sohn in der gan­zen Zeit mit sei­ner Ent­wick­lung in vie­ler­lei Hin­sicht beschäf­tigt. Zuhau­se, in mei­ner Part­ner­schaft und in mei­nem Umfeld ist die­ses und jenes pas­siert. Eini­ges hat mich geprägt, ande­res ver­än­dert. Mei­ne Gedan­ken sind pral­ler gefüllt denn je. Ja, ich könn­te aktu­ell Bücher damit fül­len. Was Pro­dukt­tests angeht so Platz mei­ne Schub­la­de förm­lich aus allen Näh­ten, denn mei­ne Koope­ra­ti­ons­part­ner haben die Zusen­dun­gen nicht ein­ge­stellt, wäh­rend des Relaunchs. Auch habe ich hier und da schon mei­nen neu­en Dri­ve, den ich online ver­fol­gen möch­te ange­kratzt, aber nie­mals aus­ge­führt. Folg­lich könn­te ich nahe­zu jede Kate­go­rie mei­nes Blogs mit meh­re­re Bei­trä­gen fül­len. Doch wo fan­ge ich an? Wesent­lich für mei­ne Tex­te ist, dass ihr ein Ver­ständ­nis für mich, mei­ne Per­son habt. Nur dann könnt ihr die Iro­nie an gewis­sen Stel­len hören, Gefüh­le spü­ren und mei­ne Inhal­te rich­tig erfas­sen. Also beant­wor­te ich zunächst ein­mal die Fra­ge:

„Wie geht es mir?“

Ger­ne wür­de ich auf die­se Fra­ge mit „Sehr gut“ ant­wor­ten. Lei­der ent­spricht das nicht 100%ig der Wahr­heit, denn tat­säch­lich geht es mir nur dann gut, wenn es mir gelingt das Nega­ti­ve abzu­weh­ren und mich posi­tiv zu pro­gram­mie­ren. Gar nicht so leicht. Frü­her war ich der Opti­mist in Per­son und so selbst­be­wusst, wie ich es mir für vie­len Mit­men­schen wün­schen wür­de. Ich weiß nicht wann, aber eines Tages änder­te sich das. Heu­te bin ich ein Meis­ter dar­in mich schnell und unauf­halt­sam, ange­sto­ßen von einem Erleb­nis, einer Situa­ti­on, einem Gedan­ken in einer unge­sun­den Spi­ra­le zu dre­hen. Befin­de ich mich im die­sem Karus­sell schaf­fe ich es nur mit Mühe wie­der her­aus. Wäh­rend ich vor Wochen mich dem noch macht­los hin­ge­ge­ben habe, so habe ich inzwi­schen Mit­tel und Wege gefun­den mir aus die­sem Tief, wel­ches sich vor­ran­gig gedank­lich abspielt, her­aus­zu­kom­men.

Hilfs­mit­tel

In 80% der Fäl­le medi­tie­re ich am Abend vor dem Ein­schla­fen. Auto­ge­nes Trai­ning, ein soge­nann­ter Body-Scan (sich von Kopf bis Fuß spü­ren und bewusst ent­span­nen), hilft mir mei­ne Gedan­ken zum Stop­pen zu brin­gen. Die posi­ti­ven Affir­ma­tio­nen, wel­che häu­fig Bestand­teil von sol­chen Audio­books sind, errei­chen das Unter­be­wusst­sein wohl am bes­ten, wenn der Ver­stand zum Ruhen kommt. Ich habe den Ein­druck dies ent­spricht der Wahr­heit. Seit ich regel­mä­ßig medi­tie­re, gelingt es mir im All­tag deut­lich bes­ser die ent­spre­chen­den Werk­zeu­ge zu zücken. Mit dem ein oder ande­ren State­ment, auch Man­tra, schaf­fe ich es nicht zuzu­las­sen, was mich hier oder da ereilt. Tat­säch­lich grei­fe ich aber auch ab und auf Bal­dri­an oder Lasea zurück. Qua­si als Not­lö­sung, wenn ich am Tag inner­lich unru­hig bin und ich mich von die­sem oder jenem getrie­ben füh­le.

Ich spü­re nach und nach wie einfach(er) das Leben sein kann, mit der rich­ti­gen Ein­stel­lung. Mein Haupt­au­gen­merk liegt der­zeit dar­auf zu ler­nen das Gute im Leben anzu­zie­hen, indem ich mich dar­auf kon­zen­trie­re. Mein Ver­trau­en ist über die Jah­re hin­weg in vie­ler­lei Hin­sicht gebro­chen. Heu­te glau­be ich dar­an, dass ich zual­ler­erst Ver­trau­en in mein Schick­sal erlan­gen muss und sich so vie­le Din­ge von allei­ne regeln kön­nen. Heu­te und mor­gen auch. In der Zeit davor habe ich dem nicht nur kei­nen Glau­ben geschenkt, son­dern grund­sätz­lich gar nicht dar­über nach­ge­dacht und mich leich­ter und lie­ber dem Nega­ti­ven hin­ge­ge­ben. Das ist näm­lich alle Mal viel ein­fa­cher anstel­le der Arbeit die man mit sich hat, wenn man ver­sucht sich wei­ter­zu­ent­wi­ckeln.

Fort­set­zung folgt!

Bil­der von Yan­nick Jäck­le Pho­to­gra­phy

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4 Kommentare
  • Janina
    18 . 08 . 2019

    Na, dann wer­de ich mal sehen was ich damit anstel­le ;) Die Bil­der sind nur sehr herbst­lich, daher wer­de ich es viel­leicht als Rück­blick vor mei­nem 31. Geburts­tag ver­öf­fent­li­chen. Was meinst du?

  • Janina
    18 . 08 . 2019

    Hey Jas­min, schon wie­der hier? Geil! Ich stim­me dir zu, aber manch­mal ist es eben leich­ter Gefüh­le zu unter­drü­cken oder sogar not­wen­dig aus ande­ren Grün­den. Aber wie du schon sagst, soll­te man sich irgend­wann auf jeden Fall mit sich selbst aus­ein­an­der­set­zen. Auf­räu­men kann näm­lich nicht nur räum­lich, son­dern auch men­tal sehr befrei­end sein. Vie­le lie­be Grü­ße

  • Lisa
    16 . 08 . 2019

    Den Blog­post zu dem 30. Geburts­tag wür­de ich zu ger­ne lesen! #Iam­cu­rious

  • Jasmin
    16 . 08 . 2019

    Hal­lo Jan­ne,
    Es freut mich von dir zu lesen! Und beson­ders das du Medi­ta­ti­on für dich ent­deckt hast und es dir damit bes­ser geht. Mir hilft das auch immer sehr! Das mit dei­ner Gefühls­la­ge ver­ste­he ich außer­dem auch, mir geht es gera­de ähn­lich, dabei war ich immer Opti­mis­tin. Nur in letz­ter Zeit irgend­wie nicht. Aber naja Gefüh­le kom­men und gehen und es ist wich­tig sie zuzu­las­sen und nicht zu unter­drü­cken. Dann gehts einem auch wie­der bes­ser.

    Bin gespannt auf Teil 2&3 :)

    Lie­be Grü­ße
    Jas­min

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